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Das sollten Sie beim Bau einer Holzterrasse wissen!

die Unterkonstruktion

Bodenabstand

Bereits die Unterkonstruktion trägt wesentlich zur Haltbarkeit einer Holzterrasse bei. Da ist als erstes der Bodenabstand zu nennen, der nicht zu klein sein sollte, um eine Belüftung der Holzdielen von unten zu gewährleisten. Dieser Punkt lässt sich natürlich nicht immer gänzlich neu planen, zumal wenn es um die Sanierung einer bestehenden Terrasse geht. Dennoch seien auf folgende Detals hingewiesen:

  • muss die Terrasse seiltich rundum geschlossen sein oder wären ein oder zwei offene Seiten denkbar
  • kann Wasser, das zwischen den Dielen hindurchläuft, einfach nach unten im Boden versickern oder ablaufen
  • wird stehendes Wasser/Pfützenbildung unter der Terrasse vermieden (bei der Verdunstung der Pfützen entsteht ein hoher Dampfdruck nach oben)
  • wie kann die Luftbewegung unter derTerrasse verbessert werden (Blumenkübel, Bepflanzung, etc.)
  • Ausrichtung der Terrasse

Material

Wichtig für eine lange Lebensdauer der Unterkonstruktion und damit der gesamten Holzterrasse, ist die Wahl der richtigen Balken und Streben auf denen die einzelnen Holzdielen befestigt werden. Zur Auswahl stehen hier Kanzhölzer aus Lärche und kesseldruckimprägnierter Kiefer sowie Profile aus Aluminium und Kunststoff. Da die Unterkonstruktion klimatisch um ein vielfaches mehr belastet ist als der Deckbelag empfehle ich ganz klar Aluminiumprofile. Diese sind verrottungsfest, sind zu 100 % gerade und verwindungssteif sowie statisch optimal. Wenn es aus ökologischen oder finanziellen Gründen eine Holzunterkonstruktion sein soll, so sollte diese unbedingt vor der Befestigung der Terrassendielen von oben mit einer Teerpappe abgedeckt werden. Damit wird die Haltbarkeit auch hölzerner Balkenlager ganz erheblich erhöht. Die neuralgischen "Fäulnisecken" zwischen dem Belag und der Unterkonstruktion können so verhindert werden.

 

Poolumrandung
Terrasse mit Lärche Unterbau und Accoya-Belag

die Terrassendielen

Holzarten

Das wohl schwierigste Thema bei Planung und Bau einer Holzterrasse ist die Auswahl des richtigen Belages. Hierbei gilt es verschiedene Anforderungen zu berücksichtigen. Als erstes soll die Holzterrasse natürlich "schön" sein und einem gefallen. Das fängt an mit der Frage geriffelt oder glatt, der Farbgebung, eher heller oder dunkel, sowie dem Thema Astigkeit und Barfuß geeignet. Hier stehen klassischer Weise folgende Holzsorten zur Auswahl:

  • Lärche (sibirisch)
  • imprägnierte Kiefer
  • Thermokiefer
  • Thermoesche
  • Kebony
  • Accoya
  • Robinie
  • und WPC Dielen (soweit man hier von Holz sprechen kann)

Generell gilt bei allen Holzarten und Materialvarianten - es wird vergrauen.
Dieser Prozess, ein Ergebnis der UV Strahlung und mechanischer Auswaschung durch Regen, lässt sich nur mit Pflegeaufwand verhindern.

Dauerhaftigkeit

Alle Holzarten werden in 5 sogenannte Dauerhaftigkeitsklassen eingeteilt. Hierbei ist 5 die schlechteste und 1 die beste Klasse. Die natürliche Dauerhaftigkeit eines Holzes wird im Wessentlichen von dessen Inhaltsstoffen bestimmt. Fast alle tropischen Hölzer verfügen über entsprechende Harze und Holzhärte, sodass sie der besten Dauerhaftigkeitsklasse zu zuordnen sind. Als europäisches Holz ist die Robinie gefolgt von der Eiche das beste Holz für außen (1-2 bzw. 2 ). Lärche ist unter den Nadelhölzern die geeignetste Holzsorte. Alle anderen oben erwähnten Holzarten sind sogenannte modifizierte Hölzer. Hier wird über eine Behandlung versucht einheimischen Baumarten eine ähnlich hohe Dauerhafigtkeit zu verleihen wie den Tropenhölzern. Das hilft dem Klima (kurzer Transport), den heimischen Waldbesitzern und schont den Regenwald. Die innere Verkohlung, thermische Behandlung, hat sich vorallem bei Kiefer und Esche bewährt. Durch die Verkohlung der inneren Holzstruktur wird die Fähigkeit des Holzes Wasser aus der Umgebung aufzunehmen erheblich reduziert. Damit bleibt das Holz "innerlich trocken" und bietet Pilzen keinen guten Nährboden mehr. Das selbe Ziel, Verhinderung der Wasseraufnahme in den Zellwänden, wird bei Accoya mit Hilfe von Essigsäure erreicht. Verwendet wird hier meist eine Kiefernart, Pinus radiata. Durch dieses Verfahren, das weder Giftstoffe einsetzt noch Holz zu Sondermüll macht ( im gegensatz zu den kesseldruckimprägnierten Hölzern), hat Accoya die höchste Dauerhaftigkeitsklasse 1 und ist bis zu 50 Jahre haltbar. Mein absoluter Favorit.
Die von mir verwendeten Holzdielen sind zudem in Ihrem Quersschnittsprofil leicht bombiert, d.h. nach oben gewölbt. Auch hier ergeben sich zwei wichtige Vorteile. Das Regenwasser läuft leichter und schneller seiltich von jeder Diele ab, das spart die Einplanung eines Gefälles der Terrasse. Und das gefährliche Schüsseln, also rund werden des Brettes wird verhindert. Somit gibt es keinerlei Pfützenbildung auf dem Terrassendeck.

 

die Befestigung

Schrauben

Früher gab es nur die Möglichkeit die Terrassendielen direkt von oben durch die Diele auf die Unterkonstruktion zu schrauben. Hierfür werden zwar spezielle Terrassenbauschrauben aus Edelstahl verwendet, aber dennoch hat diese Methode zwei entscheidende Nachteile. Erstes enstehen durch die Schraubenköpfe kleine Mulden und seitiche Verletzungen der Holzstruktur. Damit kann Wasser länger an diesen Stellen "stehen" bleiben undd über die verletzte Holzstruktur in das Holz eindringen. Zweitens splittert das Holz an diesen Stellen (auch wenn vorgebohrt wird) leicht auf, was unschöne und gefährliche Spreißel zur Folge hat. Barfuß Laufen wird zum Risiko.

Stecksysteme

Um diese Nachteile zu umgehen und den gestiegenen optischen Ansprüchen an das Erscheinungsbild einer Terrasse gerecht zu werden, wurden verschiedene Systeme entwickelt. Fast immer werden seitlich in die Holzterrassenbretter Nuten oder Löcher gefräst. In diese greifen dann Halterungen aus Metall oder Kunststoff und werden zwischen den Dielen nach unten verschraubt. Zwei Nachteile ergeben sich. Zum einen ist dieses Verfahren sehr arbeitsintensiv und damit entsprechend langwierig und teuer. Zweitens wird durch diese Nut gerade die Stabilität an den Kanten der Dielen erheblich geschwächt. Ausbrüche und Absplitterungen, wenn auch erst nach ein paar Jahren sind die Folge. Nach Verlegung von vielen hundert Quadratmetern Holzterrassen gibt es für mich nur ein System, das ich rundum empfehlen kann. Durch Nuten auf der Unterseite der Dielen und speziellen Clipsen auf den Aluminiumprofielen wird der Holzbelag auf einzigartige Weise mit der Unterkonstruktion verbunden. Alles richtig gemacht! Keine Schrauben, keine Nuten in den Brettseiten und der konstruktive Holzschutz ist berücksichtigt, da die Dielen mit einem kleinen Abstand zur Unterkonstruktion gehalten werden. So entstehen keine gefährlichen Wassernester die nur schwierig austrocknen und Fäulnispilzen optimalen Nährboden geben.

 

Terrasse mit Treppe
Terrasse / Treppe aus Accoya
Terrasse mit Stufen aus Lärche

Fazit

Eine Holzterrasse ist eine wunderbare Sache. Sie strahlt Gemütlichkeit aus und lädt zum barfuß laufen und Wohlfühlen ein. Sieht man sich die Baugeschichte an, muss man erkennen, dass früher niemand auf die Idee kam Holz als Terrassenbelag zu verwenden. Das lag neben wirtschaftlichen Gründen auch daran, dass Holz per se nicht für diesen Einsatz geeignet ist. Erst durch die Verwendung von Tropenhölzern und dem Begnügen mit einer Haltbarkeit von höchstens 10 Jahren verbreitete sich die Holzterrasse. Um dies zu umgehen werden heimische Holzarten modifiziert, (die Robinie wird zumindest in der Länge industriell bearbeitet um sie als Terrassenbelag brauchbar zu machen) sei es chemisch oder thermisch. In der Befestigungstechnik hat sich in den letzten Jahren sehr viel getan. Richtig überzeugend ist allerdings nur ein System. Dieses führe ich Ihnen gerne vor und erkläre Ihnen direkt an Beispielmustern die einzigartige Überlegenheit. Wenn Holz für den Bau einer Terrasse gewählt wird, soll dieses mindestens 25 Jahre halten, mit Accoya bis zu 50 Jahre. Ich meine, dass sind wir dem verwendeten Baum schuldig.

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